Im Dezember erhielt J.R.J. Tolkien ein Stipendium des Exeter College in Oxford, wo er im Oktober 1911 sein Studium in den Classics begann.
Da ihn dieses Thema aber schnell langweilte, wandte er sich begeistert dem Walisischen zu. 1912 kam zudem das Interesse für das Finnische hinzu.
Im Januar 1913 wurde Tolkien volljährig und diesen Moment nutzte der 21-Jährige sofort für einen Brief an seine Jugendfreundin Edith.
Leider hatte die sich mittlerweile mit dem Bruder einer Schulfreundin verlobt.
Das aber nahm Tolkien nicht einfach so hin und so fuhr er persönlich zu ihr, um sie - letztlich auch erfolgreich - umzustimmen. Edith konvertierte zur katholischen Kirche und Jahr später wurde die Verlobung bekannt gegeben. Am 22. Januar 1916 heirateten die beiden schließlich.
Im Studium tat sich ebenfalls Einiges, denn auf Anregung seines Colleges wechselte Tolkien auf Grund seiner Begeisterung für die germanische Literatur an das Institut für englische Sprache und Literatur.
Die weitere Studienzeit verlief ruhig. Studienabschluss hatte Tolkien im Juni 1915 mit der Auszeichnung "First Class Honours".

Nach seinem Studium wurde Tolkien Offizier für Fernmeldewesen in Frankreich.
Im Sommer 1916 war er sogar im aktiven Frontdienst bei der Schlacht an der Somme, der blutigsten Schlacht des Ersten Weltkrieges, dabei.
Im Oktober 1916 erkrankte er am Fleckfieber und musste zur Behandlung nach England verschifft werden, wo er seine Genesung antrat.
Dort begann Tolkien mit einem großen, vorbildlosen Projekt: Er schuf einen kompletten mit der Weltschöpfung beginnenden Sagenzyklus.
Hier kamen erstmals seine selbst erfundenen Sprachen wie Quenya oder Sindarin zur Anwendung.
Sie wurde die Sprache der Elben in Mittelerde. Während dieser Zeit erkrankte J.R.J. mehrmals undmusste immer wieder in verschiedene Hospitale geschafft werden.
Am 16. November 1917 wurde Tolkien Vater eines kleinen Sohnes namens John Francis Reuel gefolgt von Michael Hilary Reuel am 22. Oktober 1920,Christopher John Reuel am 21. November 1924 und Priscilla Anne Reuel am 22. Dezember 1929.